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Der
Gestalter
Die
Petropolitananische Literaturakademie begann mit Joaquim Heleodoro
Gomes dos Santos. Er selbst erzählt, wie und warun es stattfand
im Artikel "Verein der Wissenschaften und Literatur - Historische
Skizze", in der "Zeistschrift der Petropolitanischen Literaturakademie",
Jahrgang 1, Nr. 1, im April 1934 publiziert. |

Die Ehrung des Poeten
Am anfang des Artikels ist sein Text sehr aufklärend:
Am 28. Juni, 1922 versammelte der unermüdliche Kämpfer der Presse
Dr. J. Roberto d 'Escragnolle, im Sitz seiner bekannten "Agentur
Alex", die in einem Saal der Pension Petrópolis etabliert war, die
Freunde und Kollegen des alten und bekannten Journalisten Gregório
de Almeida, das "Souvenir", der von kurzen verstorben war, mit der
Absicht, das Gedenken dieses alten Freundes von Petrópolis zu ehren.
"Als der kleine Raum vollauf besetzt war, kamen zu Worte - der Person
von Gregório gedenkend: Arthur Barboza, Henrique Mercaldo, Hildegardo
Silva, Armando Martins und Salomão Jorge; Fräulein Stella Aguiar,
Ral Serrano, Reynaldo Chaves und adere lasen Arbeiten zu Ehren des
Autors der "Hortênsias"(Hortensien), vor". "Als die Sitzung beendet
war, und ich mich in mein Haus zurückzog, klang noch in meinen Ohren
die Harmonie der vorgetragenen Verse, und ich überlegte die Möglichkeit,
in Petrópolis einen Literaturverein zu organisieren, wo Intelektuelle
sich ab und zu versammeln könnten, um unter sich ihre literarischen
Werke vorzutragen. "In diesem Sinne schrieb ich na Dr. d'Escragnolle
folgenden Brief:

Der
Brief
"Petrópolis,
den 28. Juni 1922.
Sehr
geehrter Herr Dr. J. R. d'Escragnolle.
Ich begrüsse Sie.
Ich danke verbindlichst für die Einladung zur feierlichen Versammlung
zum Gedenken an den betrauerten Journalisten Dr. Gregório de Almeida,
zu der ich ging. Ich kann mich der Pflicht nicht entziehen, Sie
zu der Veranstaltung dieser Feierlichkeit zu beglückwünschen,
die in allen gebildeten Vereinen üblich ist, die aber in Petrópolis
nicht praktiziert wird, oder, wenigstens, sei einiger Zeit in
Vergessenheit geriet. Da ich lange vor dem Beginn der Veranstaltung
ankam, bemerkte ich, dass eine Gruppe von jungen Dichtern - junge
Männer voller Hoffnung un die sich nach Ruhm sehnten, Vergnügen
hatten, indem sie ihre letzten Schöpfungen vortrugen und für sie
den Beifall entgegennahmen und sie der Kritik der Zurörer unterwarfen.
Und als ich dies sagte ich zu mir selbst: "Warum existiert in
Petrópolis nicht ein literarischer Verein wo die Intellektuellen
sich periodisch versammeln, ihre Verse rezitieren und den einen
oder anderen Vortag halten könntem? Und wenn da kein Verein existiert,
warum nicht einen gründen, nich einen dieser Art organisieren?
Wieviel versteckte Talente verlieren sich wegen Mangels na Anregung.
Wegen dieser grossen Lücke? Warun kann Petrópolis, die Stadt der
Hortensien und der Magnolien, des Traumes und der Liebe, des schönsten
und reinsten Himmels, die "Prinzessin der Berge" nicht auch die
Königin der Intellektuellen und der Sitz des Parnassos sein? Warum
gibt es in kleineren Städten und ohne die Attraktionen, mit denen
die eine Natur Petrópolis beschenkt hat, literarische Vereine
und Akademien? Warum kann Petrópolis nicht ihre Akademie haben?
Und ich nahm mir vor, all meine Kraft für das Erreichen dieses
Ideals einzusetzen. Aber in meine Gedanken kamen sofort meine
Bedeutungslosigkeit, meine ganze Wertlosigkeit, die Nichtigkeit
meiner Person auf, und da es so war, mas könnte ich für diesen
Zweeck tun? Und ich erinnerte mich na einen Apolog, den ich als
Kind gelernt hatte, und in dem man erzählte, dass eine armer Bettler,
der durch die Wohltätigkeit eines noblen Feudalherren lebte, bemerkt
hatte, dass in dessen prunkhaftem Scholoss irgendein wichtiges
Stück fehlte - dessen ich mich jetzt nicht entsinne -, und der
nach langem Nachdenken zu dem Schlossherrn ging, und ihm das Fehlen,
das er bemerkt hatte, mitteilte. Ein hohnvolles Gelächter und
der Befehl, ihm 12 Peitschenhiebe zu versetzen, waren die Antwort
und Belohnung, die er erhalten hatte.
"Und das ist der Grund, warum ich lhnen diesen Brief schreibe,
auf dass Sie, mit der Autorität, die Sie besitzen, und die mir
fehlt, den Grundstein dieses Vereins legen, sei es durch das Aufleben
des "Pressezirkels" unter neuem Modell, sei es durch die Aufteilung
lhres "Pressezentrums", oder durch die Organisation einer neuen
Institution. Und auf dass wir - in Kürse sehen können - wie sie
sich in eine. Realität verwandelt, was im Augenblick nur eine
Phantasie in meinem Kopf darstellt.
Von Ihren dankbaren Freund
Joaquim Gomes dos Santos".

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